Cyanobakterien zeichnen sich durch ihre Fähigkeit zur oxygenen Photosynthese aus. Sie können ein- oder vielzellig sein. Bei mehrzelligen Cyanobakterien ist die Anordnung der Zellen kolonienartig oder aneinandergereiht in langen Filamenten (Trichome).
Obwohl Cyanobakterien ein ähnliches photosynthetisches System wie Eukaryoten aufweisen (Chlorophyll a, Photosystem ΙΙ (PS-ΙΙ)), sind sie echte Prokaryoten (zelluläre Lebewesen ohne Zellkern). In den Thylakoid-Membranen sind das Photosystem, Photopigmente, weitere Pigmente und Elemente des Elektronentransports integriert sowie Protein-Komplexe (sogenannte Phycobilisome) verankert. Diese Komplexe enthalten ein, für den Energietransport in Richtung PS-ΙΙ, wichtiges Pigment (Phycocyanin). Phycocyanin weist eine prosthetische Gruppe auf (vom Typ Polypyrrol), die ihm die schöne blaue Farbe und die wirksame rote Fluoreszenz verleiht.
Cyanobakterien assimilieren Kohlenstoff über den Calvin-Zyklus und speichern Energie in Form von Glykogen. Ihre Stoffwechselvorgänge variieren beträchtlich, aber allen fehlt ein kompletter Krebs-Zyklus. Viele, vor allem fadenförmige Cyanobakterien können dank spezialisierter Zellen (sogenannte Heterocysten) Stickstoff aus der Luft fixieren.
Für weitere Informationen können Sie das Dokument Spiruline: Quelques bases scientifiques (auf Französich) einsehen.